Shape Your Own Board: Paulsen Surf Garage

März 17, 2024
Lukas Wriessnegger

Wir haben als Verein seit diesem Jahr einen neuen coolen Kooperationspartner:

Paulsen Surf Garage!

Seit 6 Jahren shaped Paul Ocean-, Wake-, Kite- und Riversurfboards in seiner Garage in der Nähe von Tulln an der Donau. Er selbst ist begeisterter Surfer und ein fester Bestandteil der österreichischen Surf-Szene. Im Sommer zieht es ihn auch immer öfter nach Kärnten an den Wörthersee.

Zusammen mit ihm sind heuer unter anderem ein Surfboard Repair Workshop und gemeinsame Wake Surf Sessions mit seinen Boards geplant. Wir sind stoked!

Unser Obmann Stv. Lukas Wriessnegger hat bereits im Januar gemeinsam mit Paul sein eigenes Surfboard geshaped. In einem 3 Tages Workshop gab es neben dem Schneiden, Schleifen, Shapen und Glassen des eigenen Surfboards auch Board Repair Basics, einen Theorie Deepdive rund um das Thema Surfboards und die Möglichkeit ein paar Handgriffe in einer Surfboard Werkstatt zu tätigen. Lukas erzählt uns in diesem Blog Post mehr über seine Shape Erfahrungen bei Paul.

Shape your own Board

Am Beginn des gesamten Shape Prozesses stand natürlich die Vision meines eigenen Surfboards.

  • Wie soll das Tail (der hintere Teil des Surfboards) aussehen? Round? Squash? Fish?

  • Welches Volumen ist für die Surferin bzw. den Surfer passend?

  • Welchen Rocker (die Biegung zwischen der Nose und dem Tail) sollte das Surfboard haben?

  • Und natürlich auch der optische Aspekt ist wichtig, denn es sollte ja schließlich auch cool aussehen.

Bevor also die ersten Handgriffe gemacht werden konnten, musste ich eine gewisse Grundidee fürs eigene Board haben. Paul stand mir mit seiner jahrelangen Erfahrung immer mit Rat und Tat zur Seite und so haben wir gemeinsam die Eckdaten meines Boards bereits vor dem Workshop festgelegt.

Als Erstes habe ich mit Pauls Unterstützung am Styropor-Rohling die Outline des Boards eingezeichnet und anschließend ausgeschnitten. Das durfte ich gleich selbst mit einer Stichsäge machen. Der Workshop ist generell sehr „hands on“, also konnte ich viele Schritte selber machen.

Um auf das im Vorab festgelegte Volumen zu kommen, musste als Nächstes die grobe Form des Boards dünn-geschliffen werden. Beim Dünnschleifen musste auch schon auf das Shapen des Rockers geachtet werden.

In der Regel gilt: je mehr Rocker ein Surfboard hat, desto steilere Wellen können gesurft werden.

Beim Shapen des Rockers ist jedoch eine Menge Erfahrung und ein geschultes Auge nötig, das hat zum Großteil Paul übernommen. 😉

Rocker schleifen

Next up: das Shapen der Rails, Nose und Tail!

Die Rails befinden sich seitlich am Surfboard und laufen von der Nose bis zum Tail. An ihnen läuft das Wasser beim Surfen entlang und damit sind sie ein sehr wichtiger Bestandteil und ein entscheidender Performance Faktor. Die groben ersten Schritte für Rails, Tail und Nose habe ich gemacht. Für Form und Feinschliff war dann wieder Paul am Hobel. Nachdem die finale Form des Surfboards endlich fertig war, habe ich nochmal alles fein per Hand abgeschliffen, bevor es dann zum Laminieren ging.

Beim Laminieren haben wir zuerst das Deck (die Oberseite) des Boards mit Fiberglas-Tuch abgedeckt und dann mit Epoxidharz vergossen. Beim Vergießen des Decks mit Epoxidharz hat Paul dann noch Farbe ins Spiel gebracht und einen richtig nicen Swirl gezaubert – LOVE IT!

Dann musste mal alles über Nacht trocknen, damit dann am nächsten Tag alle groben Unebenheiten weggeschliffen werden konnten. Im Anschluss war das Laminieren der Unterseite (Bottom) des Boards und das Ausfräsen der Fin-Boxen dran. Nach ein paar Stunden trocknen bekommt das Board dann den Hot-Coat auf der Oberseite – damit am Ende auch wirklich alles schön glatt ist. Die Wartezeiten, die durchs Trocknen entstanden sind, wurden von uns ideal in Form von Kaffeepausen, Pizza bestellen und Surfboard Repairs genutzt. Da die letzten Schritte (also Hot-Coat Unterseite und das Finishing) den Rahmen es 3 Tages Workshops sprengen, werden diese von Paul selbst durchgeführt.

Mein Fazit

Diese 3 Tage waren sehr intensiv, lustig, spannend und es bleibt die Erkenntnis, dass sehr viel mehr ins Shapen eines Surfboards geht, als ich anfangs gedacht hatte. Schweren Herzens musste ich zunächst mein Board für die letzten Arbeitsschritte in Tulln lassen, aber sobald Paul fertig damit ist, steht der ersten (Wake)Surf- oder Paddel-Session nichts mehr im Wege!

SURF ON! 

Wenn du jetzt auch Bock hast dein eigenes Surfboard zu shapen, dann melde dich gleich bei Paul!

www.paulsensurfgarage.com

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